angelika haus portfolio: photo / editorial / installation
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Sie sind omnipräsent und doch unsichtbar: Ein durchschnittliches dörfliches Haus zieren oft gewisse Objekte. Ich entriss diese Alltagsdinge ihrer "natürlichen" Umgebung und inszenierte sie im Innenraum neu, so dass ironische Porträts der Hausbewohner entstanden.
Neben dem Grad der Schwärze waren mir auch die Materialien wichtig, oft Gusseisen und Holz. Diese traditionellen Werkstoffe fanden vor allem zu Zeiten der Industrialisierung Verwendung. Was früher z. B. der Fortbewegung diente, wie die Wagenräder, oder von handwerklichem und gestalterischem Geschick zeugte, wie die gusseiserne Klinke oder das Fenstergitter, findet heute nur noch als kitschige Außendekoration Verwendung. Elemente wie der Jägerzaun idealisieren ein naturverbundenes Leben, das vielerorts so nicht mehr existiert. Insofern sind all diese Objekte auch Metaphern für eine romantisch verklärte Sehnsucht nach der Vergangenheit.
Die Arbeit entstand im Rahmen meines Diploms, Ende 2007.